Wieso ist die Welt so ungerecht zu mir?

«Die Welt und die anderen Menschen sind ungerecht zu mir, fies und hässlich - und da soll ich selber dafür veranwortlich sein, etwas zu ändern?»

Die Welt ist nicht gerecht. Die Welt ist herzlos. Der Mensch ist des Menschen Feind. Dem Universum bist Du absolut egal. Alles was Du anders haben willst, muß Du selbst machen, es wird _niemand_ für Dich erledigen. Du willst mehr Wärme und Menschlichkeit? Dann handle selbst so und lass Dich von anderen nicht irritieren. Dann wirst Du sehen, daß die Welt plötzlich sehr viel wärmer und menschlicher wird. Du willst die Menschen und die Welt zum kotzen finden? Dann wirst Du sehen, daß die Welt nur mehr zum speien ist und die ganze Welt wird auch Dich anspeien. Die Welt reflektiert deine Einstellungen genauso wie deine Einstellungen die Welt reflektieren. Aber Du hast nur die Möglichkeit Deine Einstellungen zu verändern, nicht aber die Welt.

LG
Arno

Arno Fikar · Gepostet am 23. Juni 2003

«Die Welt und die anderen Menschen sind ungerecht zu mir, fies und hässlich - und da soll ich selber dafür veranwortlich sein, etwas zu ändern?»

Vor den Hügeln einer großen Stadt saß ein alter Mann. Ein Fremdling näherte sich ihm und fragte "Sag an, was für Menschen leben in dieser Stadt?" Der Alte ließ sich Zeit mit der Antwort, fragte den Fragesteller, wo er herkam, und schließlich, was für Menschen er denn dort kennengelernt habe. "Die Menschen dort sind unzuverlässig und heimtückisch, stets auf ihren Vorteil bedacht und unfreundlich, weswegen ich dort weggezogen bin." Der Alte sagte bedauernd "Nun, ich fürchte, Dich enttäuschen zu müssen. Du wirst die Leute hier nicht anders finden."

Etwas später zog ein anderer Fremder vorbei und stellte dieselbe Frage. Auf dieselbe Gegenfrage meinte er "in meiner Stadt leben fröhliche Menschen, die gastfreundlich und hilfsbereit sind, Freunde in der Not und von Herzen gut." Der Alte sagte ihm "Du wirst Dich in dieser Stadt wohlfühlen. Du wirst die Leute hier nicht anders finden."

David

David Kastrup · Geschichte nacherzählt und gepostet am 10. Juni 2003

«Die Welt und die anderen Menschen sind ungerecht zu mir, fies und hässlich - und da soll ich selber dafür veranwortlich sein, etwas zu ändern?»

Verstehen Sie, ich will kein Spielverderber sein. Ich meine, ich glaube wirklich, die Liebe ist die beste Sache von der Welt, ausgenommen Husten- bonbons. Aber ich muß auch sagen, zum soundsovielten Mal, das Leben ist nicht gerecht. Es ist bloß gerechter als der Tod, das ist alles.

Aus dem dtr-Klassiker "Die Brautprinzessin" von William Goldman

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